16. INTERNATIONALES
THURN UND TAXIS KLEINKUNSTFESTIVAL
UNITED COMEDY 2011

Programmankündigung ab
November 2010

 

1996-2010: Alf Poier (A) – Alfred Dorfer (A) – Andi Steil (D) – Andrea Badey (D) – Bernhard Ludwig (A) – Biermösl Blosn (D) – Blözinger (A) - Bodo Wartke (D) – Bülent Ceylan (D/TK) – Carl Einar Häckner (SWE) – Chez Hermes (A) – Chris Luby (GB) – Christian Überschall (CH) – Christian Hölbling (A) – Christoph&Lollo (A) - Compagnia Donati & Olesen (I) – Csaba Mehes (HU) – Dahuawadameierundi (D) – Detlef Winterberg (D) – Diamond & Layton (GB) – Die Trillergirls (D) – Earl Okin (GB) – Elliot (B) – Emil Steinberger (CH) – Fabien Kachev (F) – Fanny Müller (D) – Fastfood (D) – Ferruccio Cainero (I/CH) – Flügzüg (CH) – Francesca de Martin (I) – Gabriel Vetter (CH) - Gardi Hutter (CH) – Georg Schramm (D) – Habbe & Meik (D) – Hagen Rether (D) – Hannes Ringlstetter (D) - Horst Evers (D) - Ilja Richter (D) – I Pendolari Dell Essere (I) – Jashgawronski Brothers (I) – Jazzbalalaika (RUS) – Jo van Nelsen (D) – Josef Hader (A) – Kai Eikermann (D) – Kabud (A) – Karl Ferdinand Kratzl (A) – Kay Ray (D) - Ken Bardowicks (D) – Knobi Bonbon (TK) – Kurt Krömer (D) – Leo Bassi (I) – Les Bubb (GB) – Les Founambules (B) – Les Francs Glacons (F) – Lisa Fitz (D) - Magic Muppets (D) - Malediva (D) – Mario Ecard (D) – Mark Britton (GB) – Massimo Rocchi (CH) – Mat Ricardo (GB) – Microband (I) – Mike Supancic (A) – Miles & Company (GB) – Mime Crime (D) – Mimirichi (UKR) – Nadja Maleh (A) - Nagelritz (D) - Nepo Fitz (D) - Nessi Tausendschön (D) – Ohne Rolf (CH) - O. Lendl (A) – Orchester Bürger Kreitmeier (D) – Paolo Nani (I/DK) – Paul Morocco & Ole (GB/E) – Peppe (E) – Peter Shub (USA) - Renato Kaiser (CH) - Sammy Tavalis (D/IRAN) – Samuel Sommer (CH) – Shenanigan Brothers (NZ) – Steinböck & Rudle (A) – Stermann & Grisseman (A/D) – Stefan Abermann (A) - Steve Rawlings (GB) – Studio Braun (D) – Sven Kemmler (D) - Teatro Yllana (E) – Theater im Bahnhof (A) – The New Theatre (GB) – The Tiger Lillies (GB) – Thielke & Genähr (D) – Thomas Stipsits (A) – Titanic Boygroup (D) – Walli & Die Geier (D) – Wladimir Kaminer (RUS/D) – Zärtlichkeiten mit Freunden (D) – Impro-Meisterschaften: Chamäleon (D) – Emscher Blut (D) – Fastfood (D) – Holterdiepolter! (D) – Improkokken (D) - Opera Players (D) – Sechs Auf Kraut (D) – Tatwort (D) – Theater im Bahnhof (A) – Ur-Theater (A)

 

Thurn und Taxis Kabarettpreisträger 2010: Max Uthoff, Maxi Schafroth, El Mago Masin, Stefan Eichner, Marco Vogl - 2008: Nepo Fitz, Die Qualkommission, Hannes Ringlstetter, Maxi & Markus, Florian Kopp – 2006: Götz Frittrang, Dahuawadameierundi, Mathias Egersdörfer, Björn Pfeffermann, Tom Wende – 2004: Mathias Tretter, Martina Schwarzmann, Andre Hartmann, Matrkus Langer, Sepp Müh – 2002: Lizzy Aumeier, Presssack, Die Quarktaschen, Werner Gerl, Salat – 2000: Star Fours, Cassani, Björn Fredric, Christoph Hoffmann, Die Neuroten – 1998: Les Derhosn, Dick&Kräh, Chin Meyer, Florence & The Fosters, Robert & Sebastian – 1996: Debrecziner mit Brot, Die Siegestoren, Schwestern der Gnade, Die Niemands von Nebenan, Mehr oda Wenga

 

Ausschreibung

Thurn und Taxis Kabarettpreis 2012
Im Rahmen des 17. INTERNATIONALEN THURN UND TAXIS KLEINKUNSTFESTIVALS wird zum neunten Mal der bayernweit ausgeschriebene THURN UND TAXIS KABARETTPREIS vergeben. Ein Förderpreis für junge Künstler-/gruppen aus den Bereichen Kabarett, Musikkabarett und Comedy. Wir bitten um Zusendung von Demo-/Video-sowie Informationsmaterial bis spätestens 1. Dezember 2011. In einer Vorauswahl werden fünf Finalteilnehmer ausgewählt, die in einer „Nacht der Sieger“ im Rahmen des Festivals 2012 mit einem Programm von maximal 20 Minuten in der Alten Mälzerei in Regensburg auftreten. Eine Jury und das Publikum entscheiden dann über die Gewinner und Preise.

Bewerbung an: Kulturzentrum Alte Mälzerei, Galgenbergstraße 20, 93053 Regensburg. Stichwort: Thurn und Taxis Kabarettpreis

 

Bring täglich deine Frau zum Lachen und lass nie die Unterwäsche rumliegen. ( Mel Gibson) | Das Lachen ist die sicherste Probe auf einen Menschen. ( Fjodor Dostojewski) | Die Eine lacht bis zum letzten Backzahn, die Andre bloß bis zur ersten Plombe. ( Paul Lindau) | Lachen ist die beste Herzmuskelmassage, die es gibt. Ich bin mir sicher, dass manche Filme von Chaplin, Keaton – und vielleicht sogar der ein oder andere von mir – das Leben um mindestens zwei bis fünf Jahre verlängern können. (Mel Brooks) | Lachen ist nicht der schlechteste Anfang einer Freundschaft und bei weitem das beste Ende. ( Oscar Wilde) | Hüte dich vor Männern, deren Bauch beim Lachen nicht wackelt! (a us China) | Ein Gesicht, dem das Lachen fehlt, ist nicht willkommen. (Martial)

Lach halt!
Was ist komisch? Man kann sich diesem Thema literatur- und kulturwissenschaftlich oder soziologisch, ja selbst unter medizinischen Fragestellungen nähern. Auch die Linguistik interessiert sich für komische Phänomene. Lachen und Humor, die Komik allgemein, von der unfreiwilligen Situationskomik über den Lapsus bis hin zur hochartifiziellen Farce, ist eine dem Menschen vorbehaltene Fähigkeit, eine Leistung des Verstandes und entsteht gemeinhin in Gruppen. Um das Wesen der Komik zu ergründen, ist die Auseinandersetzung mit allen literarischen und anderen künstlerischen Gattungen komischer Provenienz unerlässlich, also dem Kabarett, der Burleske, Slapstick, Nonsens etc. Während wir die psychischen und physischen Folgen des Lachens der Auswertung durch Gelotologen 1) überlassen, und bildnerische Komik, als etwa Cartoons, vernachlässigen, seien im Folgenden anhand des „Internationalen Thurn und Taxis Kleinkunstfestivals – United Comedy“ Aspekte des Komischen erörtert.

Lachforscher (gr. Gelos, das Lachen)
Alfred Dorfer, Kurt Krömer, Georg Schramm – fraglos das Who-is-who des Kabaretts. Paul Morocco & Ole und Massimo Rocchi – niemand wird bezweifeln, dass es sich bei ihnen um Pantomien, Komiker, ja Clowns handelt. Tatwort, Sechs auf Kraut – Impro-Theater. Alf Poier, Lisa Fitz, Martina Schwarzmann – Gesang mit durchdachten, intelligenten, witzigen Texten. Man sieht, das Spektrum der komischen Kleinkunst ist breit. Und in seiner ganzen Fülle wird es bei dem eingangs erwähnten „Internationalen Thurn und Taxis Kleinkunstfestival – United Comedy“ präsentiert. Alle oben genannte gaben sich bereits bei „United Comedy“ die Klinke in die Hand! Kein schlechter Schnitt, was die Qualität anbelangt. Dieses Festival ist – Achtung: Alleinstellungsmerkmal! – Plattform für den klassischen Kabarettisten vom Schlag eines Urban Priol, Volker Pispers oder Matthias Richling, vereint Clownerie und Pantomime, verschiedene Formen des Improvisationstheaters und steht gleichermaßen musikalischen Talenten offen. Gleichberechtigt wird die mehr oder weniger spontane Form der noch jungen Theater- und Literaturgattung Poetry Slam behandelt. „United Comedy“ ist offen für neue Formen und wird 2009 erstmals auch eine komische Illusionisten-Show zeigen.

Exkurs in eine Erfolgsgeschichte
Es war 1996 als die Idee reifte, in Regensburg ein Festival zu etablieren, das alle Spielarten der Komik und des Humors vereint. Als Zeitrahmen bot sich die Zeit zwischen Februar und April an. Denn nach dem Faschingstreiben, in der Fastenzeit allemal und bei allgemein noch winterlich-trüber Witterung ohnehin dürfte das Publikum besonders empfänglich für komisches Entertainment sein, dachte man. Und man dachte richtig. Mit der Thurn und Taxis Vertriebsgesellschaft war alsbald Partner, Namens- und Geldgeber gefunden. Im Zweijahresturnus, so hatte man sich verständigt, solle der Thurn und Taxis Kabarettpreis verliehen werden. Die Auslobung richtet sich insbesondere an junge und bayerische Kräfte mit komischem Talent. Dass viele inzwischen prominente und gefragte Künstlerinnen und Künstler quasi ihr Debüt bei „United Comedy“ gaben und mit der Trophäe T&T Kabarettpreis in ihrer Vita glänzen konnten, ist Indiz für den Stellenwert des Festivals. Um nur erstplazierte zu nennen: Les Derhos'n holten sich 1998 den Cup, Lizzy Aumeier stand 2002 ganz oben auf dem Stockerl, 2004 gewann Mathias Tretter (die damals noch gänzlich unbekannte Martina Schwarzmann musste sich mit dem 2. Platz zufrieden geben), Dahuawadameierundi errangen 2006 die Silbermedaille und im letzten Jahr ersang, erspielte und ertextete sich Nepo Fitz die Auszeichnung in Regensburg.

Der T&T Kabarettpreis
Mit einem vorgefertigten Programm anreisen und abräumen – das geht nicht. Die Lorbeeren wollen schon verdient sein. Aus einer Vorauswahl, von Publikum und Jury (bestehend aus Veranstalter, Auslober, Pressevertretern und Comedy-Profis) werden fünf Finalisten ausgewählt, die dann am Abschlussabend innerhalb von 20 Minuten alle Register ihres Könnens ziehen und hoffen, dass alle Pointen zünden. Dann gilt's! 1000 Euro gehen an den/die Erstplazierte/n, 500 Euro kriegt der zweite Sieger und die drei Dritten dürfen sich über je 250 Euro freuen. So und jetzt kommt's: Der T&T Kabarettpreis wird immer nur in Jahren mit gerader Endziffer verliehen. Mit anderen Wörtern, heuer bleibt dieser Nervenkitzel aus. In den „preisfreien“ Jahren aber wird die Sonderreihe „Blickpunkt Spott“ aufgelegt, die „zukünftige Stars der Unterhaltungsindustrie“ präsentiert, ein abwechslungsreicher Abend mit allen möglichen Talenten aller möglicher humoristischer Genres. Aber: Sollten Sie Interesse haben, im nächsten Jahr den T&T Kabarettpreis zu ergattern, dann können Sie sich bereits jetzt anmelden unter Kulturzentrum Alte Mälzerei, Galgenbergstra0e 20, 93947 Regensburg, Stichwort: Thurn und Taxis Kabarettpreis. Und noch was: „Dieser Preis ist auch dazu da, den bayerischen Kabarett- und Comedy-Nachwuchs zu fördern“, sagt Festival-Leiter Hans Krottenthaler, „von Anfang an war das Teil unseres Konzepts, nicht bereits arrivierte Künstler auszuzeichnen – dafür gibt es den Prix Pantheon und viele andere Kabarett- und Kleinstpreise – es soll in diesem europäisch, ja international ausgerichteten Konzept der Wettbewerb für Talente aus Bayern ausgeschrieben werden.“

Ein Festival für Stadt und Region
Erfahrungsgemäß gehen 57 Prozent der Umlandbewohner Regensburgs nicht zum Lachen nicht in den Keller, sondern suchen das T&T Kleinkunstfestival auf. Statistische Erhebungen belegen, dass das Publikum dem Programm die Schulnote 1,8 erteilen würde, wenn es das dürfte. Ferner ist nachgewiesen, dass im Schnitt 27 % der Besucher in den 20ern sind, 26 in den 30ern und immerhin noch 15 % über 50 Jahre alt sind. Dass das Festival ein Aushängeschild für Regensburg und ein kultureller Höhepunkt im Veranstaltungskalender sei, glauben mithin sogar 90 Prozent der Vergnügungssüchtigen. Der eine findet Heinz Erhardt zum Piepen, andere lachen sich über „Die lustigsten Schlamassel der Welt“ kringelig und für wieder andere ist Loriot das Maß allen Komischen. Das muss jede/r für sich herausfinden. Und dafür liebt man das „T&T United Comedy“, weil es keine komödiantischen Scheuklappen kennt. Was nun komisch ist, finden Sie's heraus. Bei Aristoteles ist Komik eine „unschädliche Ungereimtheit“. Im Barock definieren die Regelpoetiker Ständeklausel und Fallhöhe als Bedingungen für komische Effekte. Shakespeare steuert das Diktum bei, dass die Kürze die Seele des Witzes sei. Thomas Hobbes fasst Lachen als Akt der Selbstaffirmation auf und thematisiert damit Machtverhältnisse zwischen Menschen. Bei Kant findet sich eine Definition des Lachens als „Affekt aus der plötzlichen Verwandlung einer gespannten Erwartung in nichts“. Jean Paul kritisiert diese Auffassung und setzt den Gegensatz zwischen Lächerlichem und Erhabenem als maßgeblich für komische Effekte. Bei Hegel wird Komik als Bewusstseinsvorgang verstanden, in dem sich die subjektive Freiheit ausdrückt. Schopenhauer fasst das Komische dagegen als „plötzliche Wahrnehmung einer Inkongruenz“ auf. Und Sigmund Freud meint: „Was im Traum vermummt daherkommt, tritt im Witz offen zutage. Die psychischen Energien, die sich im Lachen lustvoll entladen, entstammen der Erleichterung des schon Bestehenden und der Ersparung an erst noch aufzubietendem Hemmungsaufwand. Lachen entsteht, wenn ein früher zur Besetzung gewisser psychischer Wege verwendeter Betrag von psychischer Energie unverwendbar geworden ist, so dass er freie Abfuhr erfahren kann.“ Und bei „United Comedy“ ist es zu erleben, Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!
Peter Lang, Kulturjournal Regensburg, März 2009

In einer BBC-Studie wurden 100.000 Männern und ebenso vielen Frauen aus 53 Ländern eine Liste von Eigenschaften vorgelegt. Frage: Welche Eigenschaften finden Sie bei ihrem Partner/ihrer Partnerin die drei wichtigsten? Das Ergebnis: Männer achten erstens und zu 49% auf Intelligenz, zweitens auf gutes Aussehen (43%) und drittens und zu 42% auf den Humor des Partners. Für Frauen zählt Humor (53%) als wichtigste Männer-Eigenschaft, gefolgt von Intellekt (44%) und Ehrlichkeit des Partners (39%). Geld und Sozialstatus lagen weit abgeschlagen auf den hinteren Rängen ...